Begriffswirrwarr

Verstehen wir uns eigentlich?

Als relativ moderner Ansatz konnte das Kompetenz-Management noch nicht soweit vereinheitlicht werden, dass die Begrifflichkeiten klar definiert wären. Nachfolgend einige wichtige Begriffe im Kompetenz-Management.

Kompetenz
Skills, Fähigkeiten, Anforderungen
Einerseits die für ein erfolgreiches Handeln vom Unternehmen geforderte, andererseits vom Humankapital vorhandene Grunddisposition.
Kompetenz-Management
Skill-Management
Methode, um die Kompetenzen erfolgreich, praxisorientiert und nutzenstiftend im Unternehmen oder der Organisation zu planen, einzusetzen und zu entwickeln.
Kernkompetenzen
Schlüsselkompetenzen
Muss-Kompetenzen
Für die erfolgreiche Ausführung der Funktion sehr relevante Kompetenzen, die meist die typischen Haupttätigkeiten der Funktion umschreiben. Unternehmerisch aber auch strategische (Wettbewerbs-)Positionen.
Supportkompetenzen
Hilfskompetenzen
Kann-Kompetenzen
Kompetenzen, die nicht unbedingt für die Hauptaufgaben der Funktion relevant, aber meist notwendig sind, um die Kern-Kompetenzen zu unterstützen. Nicht zu verwechseln mit Wunsch-Kompetenzen.
Wunsch-Kompetenzen
nice-to-have-Kompetenzen
Potenzialkompetenzen
Kompetenzen, die nicht für die heutige Ausübung notwendig sind, aber vor allem mittelfristig von Bedeutung sein könnten oder einen möglichen Mehrnutzen ermöglichen. Typisch beispielsweise, wenn es um eine mögliche spätere Führungsposition geht.
Anforderungsprofil
Soll-Profil, Funktionsprofil
Zusammenzug der einzelnen Kompetenzen mit dem Ziel, die für die erfolgreiche Ausübung der Tätigkeit relevanten, notwendigen Kompetenzen zu definieren. In der Praxis oft mit formalen Anforderungen kombiniert oder ergänzt.
Kompetenzmodell
Raster, Bibliothek, Matrix
Instrument, um die unterschiedlichen Kompetenzen sinnvoll zu ordnen und zu gliedern. Entweder nach klassischen Typologien oder komplett unternehmensspezifisch.
Kompetenzkategorie
Klassifizierung, Gruppierung
Zusammenzug von einzelnen (meist verwandten) Kompetenzen zu einer grösseren Einheit. Nutzbringend auch für Schwerpunktsetzung und -entwicklung. Vereinzelt werden diese Zusammenzüge in der Praxis auch als Kompetenz bezeichnet.
Indikator
Arbeits- und Verhaltensprozess
Aspekt, Verhaltensmuster
Konkretes gewünschtes Verhalten der Kompetenzen bei der Umsetzung der Aufgaben. Entspricht dem Idealprofil, wie die Kompetenz im Sinne des Unternehmens angewendet werden sollte. Sinnvoll auf der Basis der Critical Incidents Technique formuliert.
Kompetenz-Analyse
Bericht, Report
Kompetenzprofil
Dokument, welches meist die Anforderungen den Ausprägungen gegenüberstellt. Darstellung, Inhaltstiefe und Aufbereitung variieren stark. Eine Interpretation durch nicht involvierte oder geschulte Personen ist meist mit Missverständnissen verbunden.
Hard factors Typische «harte Faktoren» sind formale Diplome, Ausbildungen, Zertifikate, aber auch Alter, Sprachen, Anzahl Jahre Erfahrung und Branchenkenntnisse.
Soft factors Als «weiche Faktoren» werden die Anforderungen bezeichnet, die nicht direkt über formale Nachweise bewertet werden können – insofern auch Kompetenzen. Gelegentlich (fälschlicherweise) synonym verwendet mit Sozialkompetenzen.
Unternehmen Begriff für ein komplexes, soziales System mit einem definierten Wertschöpfungs- oder Leistungsauftrag. Wird hier synonym für Institutionen, Verwaltungen, Organisationen verwendet.
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